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Zehn Jahre, zwei Verschiebungen – und am Ende sagten wir doch Ja ❤️

Zwei verschobene Hochzeiten, zehn gemeinsame Jahre und schließlich ein Tag, der mit all seinen kleinen Pannen perfekt zu uns passte. Keine große Feier, sondern Liebe, Lachen und endlich die Worte: Ja, wir wollen. ❤️

Wenn mir vor einigen Jahren jemand gesagt hätte, dass wir eines Tages eine Hochzeit feiern würden, bei der insgesamt nur sechs Personen dabei sind, hätte ich wahrscheinlich gelächelt und gesagt:

So habe ich mir das bestimmt nicht vorgestellt.

Aber das Leben zeigt einem immer wieder, dass nicht alles so kommt, wie man es geplant hat.

Bei uns war der Weg zur Hochzeit jedenfalls alles andere als geradlinig.

Unsere erste Hochzeit hatten wir für November 2024 geplant.

Ursprünglich spielte dabei auch ein ganz praktischer Gedanke eine Rolle: Wir wollten einige offizielle Angelegenheiten einfacher machen und uns nicht ständig durch Formulare, Erklärungen und bürokratische Umwege kämpfen müssen.

Doch dann kam das Leben dazwischen.

Aus der Hochzeit wurde nichts.

Wir trauerten.

Einige Zeit verging. Als wir später unseren Umzug nach Deutschland vorbereiteten, kam das Thema erneut auf.

Nach all den gemeinsamen Jahren fanden wir, dass vielleicht endlich der Zeitpunkt gekommen war, auch offiziell auszusprechen, was für uns längst selbstverständlich war.

Doch auch unser zweiter Termin verlief nicht wie geplant.

Schließlich kam der dritte Versuch.

Und diesmal wollten wir es nicht mehr verschieben.

Der Termin stand.

Wir hatten nicht besonders viel Zeit für die Vorbereitungen, aber irgendwie fügte sich am Ende alles zusammen.

Eine Freundin von mir hatte wunderschöne Kleider und schickte natürlich auch Csaba Bilder davon.

Ich musste darüber ein wenig schmunzeln, denn eigentlich hatten wir längst beschlossen:

Keine große Hochzeit.

Kein weißes Brautkleid.

Kein riesiges Fest in Anzug und Abendgarderobe.

Nur wir und unsere Trauzeugen.

Für einen Moment war ich sogar etwas enttäuscht, weil es sich anfühlte, als würde im Hintergrund doch eine kleine Hochzeitsplanung beginnen.

Aber ich ließ es schließlich gut sein.

Und manchmal hat das Leben einen merkwürdigen Sinn für Timing.

Als wir bereits in Deutschland unser neues Leben vorbereiteten, fand ich im Schrank ein Kleid.

Darauf lag ein kleiner Zettel:

„Für meine Kata.“

In diesem Moment wusste ich es.

In diesem Kleid würde ich Csaba heiraten.

Und genau so kam es.

Das Kleid ist nicht neu. Aber für mich ist es wunderschön.

Nicht, weil es besonders teuer wäre oder von irgendeiner bekannten Marke stammt.

Sondern weil es eine Geschichte hat.

Ich bewahre es bis heute sorgfältig auf und trage es momentan nirgendwo.

Vielleicht irgendwann.

Wenn der richtige Zeitpunkt kommt.

Die Größe der Hochzeit war völlig egal

Unsere Hochzeit selbst war wunderschön und gemütlich.

Es gab keinen großen Einzug und niemanden, der uns feierlich nach vorne begleitete.

Aber ganz ehrlich?

Das spielte überhaupt keine Rolle.

Wichtig war, dass die Menschen bei uns waren, die uns in diesem Moment wirklich etwas bedeuteten.

Unser kleiner Freundeskreis.

Wir wollten keine riesige Hochzeitsfeier, keine Hunderte Gäste und kein großes Spektakel.

Wir wollten einfach offiziell sagen:

Wir entscheiden uns füreinander.

Wir wollten unsere Ringe tragen.

Und endlich Mann und Frau sein.

Mehr brauchten wir nicht.

Nach der Hochzeit gingen wir zu unseren Freunden. Wir tranken ein Glas Sekt, unterhielten uns, lachten und aßen von der Hochzeitstorte, die wir bekommen hatten.

Und die war wirklich lecker.

Danach machten wir uns auf den Weg zur Tenkes Csárda, die damals noch geöffnet war.

Dort aßen wir gemeinsam, unterhielten uns und genossen den Tag.

Später ging es noch einmal zurück zu unseren Freunden, wo weiter gelacht und gefeiert wurde.

Anschließend kehrten wir in unsere Unterkunft zurück.

Und dann begann unsere große „Hochzeitsnacht“. 😅

Romantik pur … theoretisch

Zumindest hätte man das denken können.

Die Realität?

Wir setzten uns in den Whirlpool.

Dann stellten wir fest, dass Alkohol, heißes Wasser und Müdigkeit vielleicht doch nicht die beste Kombination der Welt sind.

Also wieder raus.

Anziehen.

Küsschen, Küsschen.

Gute Nacht.

Ich drehte mich nach rechts, Csaba nach links.

Und wir schliefen bis zum nächsten Morgen. 🤣

Tja.

Nach zehn gemeinsamen Jahren weiß man eben, was wahre Romantik bedeutet:

endlich ordentlich ausschlafen. 😅

Katica gegen den Whirlpool

Am nächsten Morgen war Csaba natürlich zuerst wach.

Er hatte bereits gebadet, und ich dachte mir, dass ich die Badewanne beziehungsweise den Whirlpool ebenfalls ausprobieren könnte.

Nun ja.

Technik und ich…

Wir sind nicht immer die besten Freunde.

Ich drückte ein bisschen auf den Knöpfen herum. Offenbar war aber nicht genug Wasser in der Wanne.

Das Ergebnis?

Der Wasserstrahl schoss mir direkt ins Gesicht.

Ich quietschte auf.

Csaba?

Der lachte natürlich.

Und zwar nicht gerade wenig.

Während er sich vor Lachen den Bauch hielt, versuchte ich verzweifelt herauszufinden, wie man dieses außer Kontrolle geratene Ding wieder ausschaltet.

Nach ungefähr zwei Minuten kam Csaba zu mir, drückte einen Knopf …

… und das Problem war gelöst.

Na gut.

Auch das hatten wir überlebt. 🤣

Und dann kam die Hirschwurst …

Danach gab es Frühstück.

Und dazu muss ich etwas sagen:

Es war eines der besten Frühstücke meines Lebens.

Eigentlich bin ich gar kein besonders großer Wurstfan.

Aber dort gab es eine scharfe Hirschwurst.

Leute …

Die war unglaublich.

Nicht unangenehm scharf, sondern wunderbar würzig und pikant.

Natürlich versuchte ich alles.

Ich fragte den Koch und sogar den Besitzer:

– Ich brauche gar nicht viel. Eine einzige reicht! Sagen Sie mir einfach, was sie kostet. Ich bezahle sie!

Leider keine Chance.

Sie war nicht zu verkaufen.

Diesen Kampf hatte ich verloren. 😅

Am nächsten Morgen holte uns Gyuri, unser Trauzeuge, ab und brachte uns nach Hause.

Und damit kehrten wir wieder in unseren Alltag zurück.

Dieser Tag aber wird für immer bleiben.

Nicht, weil unsere Hochzeit groß war.

Nicht, weil alles perfekt lief.

Sondern weil sie unsere Hochzeit war.

Voller Liebe, Lachen, kleiner Pannen und Momente, an die wir uns auch Jahre später noch mit einem Lächeln erinnern.

Vielleicht ist genau das am Ende das Wichtigste.

Es geht nicht darum, dass der gemeinsame Weg immer einfach ist.

Es geht darum, sich auch an schwierigen Tagen immer wieder füreinander zu entscheiden.

Und genau das tun wir.

Immer wieder. ❤️

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