Deutschland ist riesig und hat unglaublich viele schöne Orte zu bieten. Deshalb möchte ich bei dieser Reihe auch gar nicht so tun, als würde ich jeden sehenswerten Ort kennen.
Ich möchte euch vielmehr die Orte zeigen, die wir selbst besucht haben und mit denen wir persönliche Erinnerungen verbinden.
Einer davon ist Donaustauf mit der Walhalla, ganz in der Nähe von Regensburg in Bayern.
Zum ersten Mal waren wir ungefähr vor sechs Jahren dort, und schon damals hat mich die Gegend vollkommen begeistert.
Donaustauf selbst ist ein wunderschöner kleiner Ort. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir aber der Weg hinauf zur Walhalla.
Natürlich kann man auch mit dem Auto nach oben fahren. Wer es körperlich schafft, dem würde ich allerdings empfehlen, den Weg zu Fuß zu gehen.
Ein gemütlicher Spaziergang ohne Anstrengung ist es nicht unbedingt. 😅
Es geht bergauf – und das merkt man.
Aber genau das gehört für mich zum Erlebnis dazu.
Man läuft zwischen Bäumen und Pflanzen durch die Natur, und je höher man kommt, desto mehr verändert sich die Landschaft.
Und irgendwann ist man oben.
Dann kommt dieser Moment, in dem man sich denkt:
Dafür hat sich der Weg gelohnt.
Die Walhalla selbst ist beeindruckend, aber mindestens genauso faszinierend finde ich die Aussicht.
Unter einem schlängelt sich die Donau durch die Landschaft. Rundherum sieht man Wälder, Hügel und unglaublich viel Grün.
Man steht einfach dort, schaut in die Ferne und versucht, diesen Anblick aufzunehmen.
Wir waren inzwischen mehrmals dort. Wenn wir Richtung Ungarn fahren oder von dort zurückkommen und es sich ergibt, freue ich mich jedes Mal, wenn ich dieses riesige helle Gebäude schon aus der Ferne erkennen kann.
Was ist die Walhalla eigentlich?
Die Walhalla ist eine monumentale klassizistische Gedenkstätte oberhalb der Donau bei Donaustauf.
Sie entstand auf Initiative des bayerischen Königs Ludwig I. und wurde nach den Plänen des Architekten Leo von Klenze gebaut. Als architektonisches Vorbild diente der Parthenon in Athen.
Der Grundstein wurde 1830 gelegt, eröffnet wurde die Walhalla 1842.
Ludwig I. wollte damit nicht einfach nur ein beeindruckendes Gebäude errichten.
Die Walhalla sollte bedeutende Persönlichkeiten würdigen und an sie erinnern.
Im Inneren befinden sich deshalb zahlreiche Büsten und Gedenktafeln historischer Persönlichkeiten.
Interessant ist auch der Name.
Walhalla nimmt Bezug auf Walhall aus der nordischen Mythologie, das als Halle der gefallenen Helden bekannt ist.
Wikingerkrieger sollte man dort allerdings nicht erwarten. 😄
Stattdessen steht man vor einer gewaltigen historischen Gedenkstätte, die allein durch ihre Größe und ihre Lage beeindruckt.
Und genau das gefällt mir an diesem Ort besonders:
Nicht nur das Gebäude ist sehenswert.
Die gesamte Umgebung gehört zum Erlebnis.
Wir fahren danach nicht sofort weiter
Wenn wir schon dort sind, möchten wir nicht einfach nur schnell zur Walhalla gehen, drei Fotos machen und den nächsten Punkt auf irgendeiner Liste abhaken.
In der Umgebung gibt es auch eine kleinere Unterkunft, in der wir schon mehrmals übernachtet haben.
Es ist kein Luxushotel.
Und genau das gefällt mir daran.
Es ist gemütlich, familiär und ruhig. Die Besitzer und das Personal sind sehr freundlich, und auch das Essen hat uns immer sehr gut geschmeckt.
Obwohl natürlich andere Gäste dort waren, empfand ich es nie als laut oder überfüllt.
Besonders schön finde ich auch das Frühstück.
Man muss sich nicht ausschließlich mit dem begnügen, was gerade am Buffet steht. Morgens wird gefragt, was man gerne hätte, und wenn etwas nicht bereitsteht, versucht man, es möglich zu machen.
Solche Kleinigkeiten mag ich sehr. 😊
Früher gab es im Aufenthaltsraum sogar einen grünen Papagei.
Und der war wirklich eine Persönlichkeit für sich. 🤣
Leider ist er heute nicht mehr dort.
Dafür gibt es im Garten kleine flauschige Hühner, die einfach unglaublich niedlich sind.
Die Besitzerin erzählte uns einmal, dass die Hühner ausgebüxt waren, während sie im Urlaub waren. Die Nachbarn mussten sie wieder einsammeln, weil sie offenbar ihre Besitzer suchten.
Darüber musste ich wirklich lachen.
Ich hätte vorher niemals gedacht, dass Hühner so anhänglich sein können. 😄
Man lernt eben nie aus.
Die Walhalla ist kein Ort zum schnellen Abhaken
Wenn ihr einmal in der Gegend seid, würde ich mir für die Walhalla und ihre Umgebung ausreichend Zeit nehmen.
Wenn ihr zu Fuß hinaufgeht, stellt euch auf einige Steigungen ein.
Aber meiner Meinung nach lohnt es sich.
Der Weg durch die Natur, der Wald, die Landschaft, die Walhalla selbst und schließlich die Aussicht auf die Donau gehören für mich zusammen.
Wenn ihr genügend Zeit habt, könnt ihr sogar mehrere Tage für die Region einplanen. Rund um Regensburg und entlang der Donau gibt es schließlich noch deutlich mehr zu entdecken.
Ich persönlich kann einen Besuch der Walhalla nur empfehlen.
Nicht, weil sie der einzige wunderschöne Ort Deutschlands wäre.
Sondern weil wir selbst schon mehrmals dort waren und ich jedes Mal wieder dasselbe Gefühl habe:
Hier tut es gut, einfach einmal stehen zu bleiben.
Sich umzusehen.
Tief durchzuatmen.
Und für einen Moment einfach nur diese wunderschöne Landschaft zu genießen.
Genau deshalb möchte ich euch solche Orte zeigen.
Ich bin keine Reiseführerin und habe längst nicht jede Ecke Deutschlands gesehen.
Ich kann euch nur die Orte vorstellen, die wir selbst gesehen und erlebt haben und die aus irgendeinem Grund Teil unserer eigenen Erinnerungen geworden sind.
Vielleicht macht gerade das diese Geschichten so persönlich. ❤️
Und welcher Ort ist euer persönlicher Favorit? Egal ob in Deutschland, Ungarn, Österreich oder irgendwo anders auf der Welt: Gibt es einen Ort, den ihr einmal besucht habt und an den ihr bis heute gerne zurückdenkt? 😊





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