Es gibt Tage, an denen man schon morgens merkt, dass sie lang werden.
Genau so begann dieser Montag.
Das Wochenende bestand hauptsächlich aus Autofahren und Reisen, deshalb kam ich alles andere als ausgeruht zur Arbeit. Ein bisschen Schlaf im Auto zählt schließlich nicht wirklich als Erholung.
Aber der Montag wartet auf niemanden.
Also ging es los.
Arbeiten im Ausland
Im Ausland zu leben und zu arbeiten bedeutet, jeden Tag neue Herausforderungen zu meistern.
Nicht nur die Arbeit selbst.
Auch die Sprache.
Manchmal weiß ich ganz genau, was ich sagen möchte.
In meinem Kopf klingt der Satz perfekt.
Und sobald ich sprechen will…
ist alles verschwunden. 😅
Dann hilft nur noch meine Spezialität.
Mit Händen.
Mit Füßen.
Mit viel Gestik.
Und irgendwie verstehen mich die Menschen am Ende doch.
Schon wieder der Schlüssel
Der lustigste Moment des Tages spielte sich erneut am Aufzug ab.
Ja…
Ich hatte meinen Schlüssel wieder dort liegen lassen. 😂
Ich bat einen Kollegen an der Kasse, mir die Tür zu öffnen.
Er half sofort.
Doch anschließend ließ sich die Tür plötzlich nicht mehr richtig schließen.
Wir standen beide davor.
Probierten alles Mögliche.
Nichts funktionierte.
Dann fiel mir plötzlich eine rote Kontrollleuchte auf.
Ich schaute genauer hin.
Und plötzlich wusste ich, wo das Problem lag.
„Jetzt habe ich's!“
Natürlich war das Erklären wieder eine kleine Herausforderung.
Also kamen wieder Hände und Füße zum Einsatz.
Ein paar deutsche Wörter.
Eine Menge Gesten.
Und ein bisschen Schauspielerei.
Am Ende funktionierte alles wieder.
Und das Beste daran:
Diesmal war ausnahmsweise nicht ich die Ursache des Problems. 🤣
Das tat meiner Seele richtig gut.
Das Gespräch nach Feierabend
Bevor ich nach Hause ging, unterhielt ich mich noch kurz mit Herrn Kraus.
Zumindest versuchte ich es.
Ich wollte ihm erklären, dass mir die Füße wehtaten, weil meine Schuhe unbequem waren.
Beim ersten Versuch redeten wir komplett aneinander vorbei.
Er verstand mich nicht.
Ich fand die richtigen Wörter nicht.
Also wechselte ich wieder zu meiner bewährten Methode.
Vormachen.
Zeigen.
Ein bisschen Theater spielen. 😂
Und plötzlich verstand er mich.
Wir mussten beide lachen.
In solchen Momenten merke ich immer wieder:
Perfektes Deutsch ist nicht alles.
Wichtig ist, dass man nicht aufgibt.
Schritt für Schritt
Vielleicht suche ich manchmal nach den richtigen Wörtern.
Vielleicht vergesse ich manchmal meinen Schlüssel.
Vielleicht erkläre ich vieles mit Händen und Füßen.
Aber ich lerne jeden einzelnen Tag dazu.
Und ich fühle mich mit jedem Tag ein kleines Stück mehr zuhause.
Vielleicht besteht das Leben genau aus diesen kleinen Momenten.
Nicht aus Perfektion.
Sondern aus gemeinsamen Lösungen, ehrlichem Lachen und dem Mut, einfach weiterzumachen.
„Man muss nicht perfekt sprechen, um verstanden zu werden. Manchmal reichen ein Lächeln, Geduld und ein bisschen Kreativität.“ 🤍
☕ Katicas Gedanke
Das Leben stellt uns manchmal auf die Probe. Nicht alles können wir ändern – aber wir können entscheiden, wie wir später darüber erzählen.
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