Vor ungefähr zwei Jahren waren wir zum ersten Mal im Phantasialand in Deutschland – und wir haben keine einzige Minute bereut, dass wir hingefahren sind.
Schon der Park selbst ist beeindruckend.
Wunderschön gestaltete Themenbereiche, unzählige Dinge zu entdecken, eine fantastische Atmosphäre und so viele unterschiedliche Attraktionen, dass eigentlich jede Altersgruppe etwas Passendes finden kann.
Ich allerdings bin nicht gerade der typische Achterbahn-Fan… 😅
Ich glaube, damals saß ich überhaupt erst zum zweiten oder dritten Mal in meinem Leben in einer Achterbahn. Unsere Wahl fiel auf die Colorado Adventure.
Nun ja…
Ich dachte, ich bleibe dort. 🤣
Ich hatte solche Angst, dass während der Fahrt sogar ein Foto von mir gemacht wurde – und ich glaube, mein Gesichtsausdruck sagte wirklich alles.
Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern, jemals zuvor bei einer Freizeitparkattraktion so viel Angst gehabt zu haben.
Nachdem wir das überlebt hatten, beschlossen wir:
„Gut. Jetzt machen wir etwas Ruhigeres.“
Wir gingen in ein wunderschön gestaltetes Gebäude im asiatischen Stil. Am Anfang erwartete uns eine holografische Szene mit kämpfenden Samurai.
Ich dachte erleichtert:
„Na also. Das wird angenehm. Endlich ein bisschen Erholung.“
Tja…
Da hatte ich mich gewaltig geirrt! 🤣
Wir setzten uns in eine Sitzreihe und die Sicherheitsbügel wurden geschlossen.
Spätestens in diesem Moment wurde ich misstrauisch.
Warum braucht eine angeblich „ruhige“ Attraktion eigentlich derart massive Sicherheitsbügel?
Unsere Tochter war damals noch sehr klein und saß deshalb bei ihrem Papa auf dem Schoß. Ich machte mir natürlich schon Gedanken darüber, ob sie vielleicht Angst bekommen würde.
Dann setzte sich die Konstruktion in Bewegung.
Zuerst ging es nur ein wenig nach rechts und links.
Alles harmlos.
Und plötzlich…
hingen wir kopfüber.
In diesem Moment dachte ich wirklich, das war's für mich. 🤣
Mein Geschrei auf der Achterbahn wirkte dagegen beinahe zurückhaltend. Ich brachte Töne hervor, von denen ich bis dahin vermutlich selbst nicht wusste, dass ich sie überhaupt produzieren kann.
Als ich endlich wieder festen Boden unter den Füßen hatte, verkündete ich feierlich:
„Vielen Dank. Ab jetzt fahre ich mit gar nichts mehr. Ich schaue mir von nun an einfach alles nur noch an.“
Dieses Versprechen hielt ungefähr so lange, bis wir die nächste Attraktion entdeckten. 😅
Die Colorado Adventure hatte übrigens auch unserer Tochter einen ordentlichen Schrecken eingejagt. Danach konnten wir sie kaum noch davon überzeugen, in einen kleinen Kinderhubschrauber oder ein Kinderflugzeug einzusteigen.
Und die waren nun wirklich völlig harmlos.
Natürlich landete auch ich später noch in einigen weiteren Attraktionen.
Da war zum Beispiel eine Fahrt mit einer Abfahrt, bei der vermutlich niemand im ganzen Wagen so laut schrie wie ich.
Gleichzeitig musste ich aber so sehr lachen, dass mich wahrscheinlich der halbe Park hören konnte.
Eine Wasserattraktion habe ich sogar fast vollständig mit geschlossenen Augen überstanden.
Solche extremen Fahrgeschäfte sind einfach nicht meine große Stärke.
Und trotzdem…
habe ich jede Minute genossen. ❤️
Zum Glück besteht das Phantasialand aber nicht nur aus Achterbahnen und Attraktionen, nach denen man seine bisherigen Lebensentscheidungen hinterfragt. 😄
Für kleinere Kinder gibt es klassische Karussells, Pferdchen, Flugzeuge und zahlreiche familienfreundliche Fahrgeschäfte.
Natürlich gibt es auch Geisterattraktionen.
In eine davon wollte unsere Tochter zunächst überhaupt nicht hinein. Wir mussten sie regelrecht überreden.
Und als sie wieder herauskam?
Sie lachte.
Und wollte wissen, wann wir noch einmal hineingehen. 🤣
Einer meiner persönlichen Favoriten war eine 3D-Attraktion.
Wir bekamen 3D-Brillen, stiegen in einen kleinen Wagen und fuhren durch eine Welt voller Süßigkeiten. Dabei mussten wir auf kleine Mäuse zielen und versuchen, möglichst viele Punkte zu sammeln.
Dabei haben wir wirklich Tränen gelacht.
Natürlich durften auch die Wasserattraktionen nicht fehlen.
Am Ende waren wir selbstverständlich klatschnass.
Das Beste kam allerdings erst danach.
Im Park gibt es riesige Trockner. Man wirft ein paar Euro ein, stellt sich darunter und wird von warmer Luft wieder einigermaßen trocken gepustet.
Wir machten natürlich keine halben Sachen.
Wir stellten uns gleich mit der ganzen Familie hinein. 🤣
Allein der Anblick, wie wir dort gleichzeitig versuchten, wieder trocken zu werden, brachte uns noch lange danach zum Lachen.
Im gesamten Park gibt es außerdem zahlreiche Restaurants, Cafés und Süßigkeitenstände. Wer Hunger bekommt, dürfte problemlos etwas finden.
Besonders gut gefiel mir, dass man sogar mit Schokolade überzogenes Obst bekommen konnte.
Eine einfache Idee – aber unglaublich lecker. 😋
Alles in allem kann ich das Phantasialand wirklich empfehlen.
Egal, ob ihr mit kleinen Kindern kommt oder einfach als Erwachsene einen erlebnisreichen Tag verbringen möchtet: Es dürfte nicht schwer sein, dort etwas zu finden, das euch Spaß macht.
Ich habe zwar nach ungefähr jeder zweiten Attraktion geschworen:
„Da steige ich garantiert nie wieder ein!“
…aber irgendetwas sagt mir, dass wir eines Tages sowieso wieder dort landen werden. 🎢😂❤️





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